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Als Kind war ich der festen Überzeugung, dass es keine Filme ohne Happy End geben würde. Den Sinn, Leuten eine unrealistische Darstellung von etwas zu präsentieren, schien mir wohl nicht einleuchtend. Denn die Option, dass es im Leben kein Happy End geben würde, gab es für mich einfach nicht. Heute, 19 Jahre später, glaube ich das immer noch.
In the end, everything will be fine.
If it’s not fine, it’s not the end.
Ich bin definitiv keine gute Nihilistin.
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Für Iz.Mein Mädchen.Du bist und bleibst meine einzig wahre Inspiration.
Es ist nicht schwierig dieses Prinzip der Gefühlsverarbeitung, welches ich mir zu Eigen gemacht habe, zu erklären. An und für sich erklärt die Überschrift alles. Lieber wütend als traurig.
Ich mag die Wut, sie ist kontrollierbar und begrenzt. Und ihre Irrationalität ist mir in jedem Moment in dem ich sie empfinde bewusst. Genau genommen führe ich mich damit selber vor. Und das ist sehr gut, denn so nimmt es der Sache die Ernsthaftigkeit und macht sie um einiges erträglicher. Ich empfinde mich in einem Ausnahmezustand, in einer anderen Sphäre, in meiner eigenen kleinen Welt des Hasses. Diese Welt existiert natürlich nur in meinem Kopfe und hat dort die Form eines Quaders angenommen; Vier Wände, eine Decke, einen Boden, ein begrenztes Inhaltsvolumen. So mag ich die Dinge, vor allem die Emotionalen- rational, greifbar und theoretisch in einer Schachtel transportierbar.
Ganz anders verhält es sich mit der Traurigkeit, sie ist ein Meer während eines Orkanes. Unendlich wirkend, unruhig und ohne jegliche Möglichkeit des Entrinnens. Mir ist bewusst wie übertrieben diese Ausführung klingt, aber jeder, der in seine Trauer-oder eher seinem Selbstmitleid, denn das bringt die Traurigkeit zwingend mit sich- einmal richtig eingetaucht ist, kann dies denke ich nachempfinden (Jene, die es nicht können, sind jene, die eine Rationalität sonders gleichen besitzen und ich ungemein beneide und schätze, lucky you.).
Wenn man sich die Schachtel und das wilde Meer einmal bildlich vorstellt, so kann man verstehen, warum ich seit Jahren nicht mehr schwimmen war.
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Y: Verrückte Welt.
I: Word.
Y: Ich mag’s hier nicht, hier ist alles so kompliziert, so voller Emotionen.
I: Kannst du laut sagen.
Y: So viele Unklarheiten, ich mag das nicht.
I: Der Mensch ist halt seltsam und kaputt.
Y: Der Mensch ist kaputt weil die Welt zu verrückt ist.
I: Aber der Mensch hat die Welt zu dem gemacht was sie ist.
Y: Ein Teufelskreis. Der Mensch und seine ungeklärten Verhältnisse zu sich und seiner Umgebung plus seine Egoprobleme treiben ihn von Tag zu Tag mehr ins Unglück. Jede Generation wird verrückter von den nichtigen Problemen der Tiefgründigkeit.
I: Wir sollten keine Kinder in die Welt setzen.
Y: Nein, wir sollten uns mehr am Riemen reißen und aufhören in alles eine Tiefgründigkeit rein zu interpretieren. Und die Dinge als solches anerkennen und nicht nach einem tieferen Sinn, einer tieferen Aussage suchen, wo keine ist. Wo welche ist sollte hingegen Interpretationsfreiheit gegeben sein, nur steht das ja auch gar nicht zur Diskussion sondern, dass wir versuchen allem etwas Intensives auf zu diktieren, weil wir denken, dass nur Tiefgründigkeit wertvoll ist. Nur besonderes Leben ist lebenswert.
Normalität wird verpönt. Alles muss speziell sein. Überall wird danach verlangt. In Beziehungen jeglicher Art. Aber nicht alles ist speziell, wie denn auch. Was soll dieses spezielle denn auch bitte sein? Eine Abweichung von der Norm. Aber wenn alles besonders ist, was ist dann noch normal? Wird das Besondere zur Normalität und das ursprünglich Normale wieder zum Sonderfall? Aber woran misst sich das? Gibt es irgendwo ein Tafelwerk in dem Punkte aufgeführt sind die man erfüllen muss um etwas oder jemanden als speziell zu bezeichnen?
An sich sind diese Fragen genauso sinnlos wie die Bezeichnungen die sie enthalten.
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Ich sitze gerade an einem Küchentisch, der nicht der meine ist, in einer Stadt, in der ich nicht lebe und trinke Filterkaffee, was ich seit meine Mutter Senseo entdeckt hat, nicht mehr getan habe. Aber egal-Koffein bleibt Koffein. Love is love. Gestern Abend saß ich auf dem Balkon meiner Gastgeber, mit einer guten Freundin und habe mit ihr über ein Thema gesprochen, was wir eigentlich schon bis ins Innerste analysiert haben, aber uns trotzdem immer und immer wieder so beschäftigt, dass wir uns gezwungen sehen, darüber zu reden. Eigentlich sollte man meinen, dass dieses Gespräch keinerlei neue Inhalte mit sich bringen sollte, weil es doch immer und immer wieder um das Gleiche geht, aber aus mir unerfindlichen Gründen war gestern irgendwie alles anders. Es ging um jene Emotionen, die wohl die Stärksten von allen sind: Hass und Liebe.
Hass und Liebe sind inoperable siamesische Zwillinge, sie gehören zusammen bis zum Tod. Wobei hier ein Geschwisterpaar alle Organe hat und das Andere sich von der Nierenfunktion der Schwester ernährt. Schwesterchen Liebe kann zwar ohne Brüderchen Hass leben, aber Brüderchen Hass nicht ohne Schwesterchen Liebe (Ich wählte die Geschlechtsverteilung übrigens nicht aus misandrischen Beweggründen, sondern auf Grund der Artikel: der Hass, die Liebe). Wir können nur jene hassen, die wir lieben. Andernfalls wäre ein solcher Energieaufwand gar nicht zu erklären.
Das Bemerkenswerte ist doch: ich glaube, wenn wir jemanden hassen, dann lieben wir ihn mehr als je zuvor. Hass ist sehr emotionsgeladen und mit viel Energie verbunden. Energie, die in Lästereien gesteckt wird. Energie, die dazu verwendet wird sich Illusionen zu schaffen. Illusionen, in denen schöne Momente auf ihre Fehler hin analysiert werden und somit schlecht geredet werden. Ich würde gerne von mir behaupten, dass ich über den Dingen stehe und so analytisch veranlagt bin, dass ich die Gründe für das Scheitern von Beziehungen als solche anerkenne und nicht beginne mir Vergangenes schlecht zu reden um so sagen zu können „Ach, das war doch nie das Wahre“. Kann ich aber nicht. Hass ist eine Form des „nicht wahrhaben Wollens“. Und Hass ist in erster Linie eins: Selbstschutz.
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Heute ist etwas Eigenartiges passiert, etwas, was ich so noch nicht erlebt habe.
Ich sitze gerade im IC nach Köln und da jene Begebenheit mich dermaßen aus der Bahn geworfen hat, dass ich es nicht schaffe, meinen ursprünglichen Plan für diese Zugfahrt (mir Folgen der Kinderzeichentrickserie „Gargoyles“ anschauen und bitte keine spöttischen Kommentare darüber, ich erlebe gerade ein Flashback in meine Kindheit) nicht in die Tat umsetzen kann, stattdessen muss ich es einfach aufschreiben, sonst, so hab ich das Gefühl, würde mein Kopf platzen. Ich bin heute Morgen um halb 10 in die S-Bahn nach Frankfurt Hauptbahnhof eingestiegen, um von dort aus mit einem weiteren Nahverkehrsmittel gen Mainz und von da aus Richtung Köln zu fahren. Den Streckenabschnitt zwischen Frankfurt und Mainz mag ich am Meisten, längere Fahrtabschnitte(und nicht wie nach Frankfurt ein Halt alle 2 Minuten) und nach Frankfurt Flughafen recht leere Waggons. Ich sitze nun also in der Bahn, höre Sigur Rós und wollte ursprünglich etwas schlafen, bis die S-Bahn leicht in die Schräge geht und so einen wunderbaren Ausblick auf die Frankfurter Skyline zulässt. Und da passierte es,. Mein Herz zog sich zusammen und ich dachte mir zum wahrscheinlich allerersten Mal in 18 Jahren „Tschüss Heimat, ich freu mich auf ein Wiedersehen“. Jene die mich kennen, wissen was das für mich bedeutet. Ich habe gerade in den letzten Jahren eine regelrechten Hass auf Frankfurt entwickelt und wollte (will) nichts Anderes als dieser Stadt, die mir so viele schlechte Erinnerungen an beinahe jeder Straßenecke ins Gedächtnis ruft, endlich den Rücken kehren. Niemals habe ich so etwas wie Heimatgefühle für diese hessische Großstadt entwickeln können, geschweige denn habe ich mich gefreut zurückzukehren.
Ich weiß nicht, woher dieses neue Zugehörigkeitsgefühl kommt, vielleicht weil mir bewusst wird, dass ich in einem Jahr meine Zelte dort abbauen und woanders wieder aufschlagen werde.
Vielleicht auch, weil ich zum ersten Mal seit langem mein Leben „okay“ finde.
Egal was es ist, es verwirrt mich.
Übrigens: Sollte jemand aus meiner zahlreichen Leserschafft einmal dieselbe Strecke zurücklegen: fahrt bloß nicht ICE. Nehmt den IC. Die Strecke ist wirklich schön, gerade Abends/Nachts. Der ganze Rhein ist dann voller Lichter der kleinen Städte und Boote im Wasser.
Oh man, meine neugewonnen romantischen Tendenzen kotzen mich ja selber schon fast an …
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Worte. Sie sind das Mittel jeglicher zwischenmenschlicher Konversation. Gedankenaustausch ohne Worte, dass ist eigentlich unmöglich. Dennoch gibt es eine Schwierigkeit, ein Problem, was sich mir immer mehr und mehr aufdrängt. Dieses Problem betrifft die großen wichtigen Themen wie Seele, Liebe, Hass und Psyche. Jeder benutzt diese Worte, andauernd, sie sind so alltäglich im Sprachgebrauch wie Wasser, Salz oder Pinguin. Und eigentlich sind Gespräche über sie ja auch die Interessantesten und Wichtigsten. (Was gibt es schon großartiges über Pinguine zu sagen? Ja genau). Ich beginne mich nur immer mehr vor Konversationen über eben diese Thematiken zu drücken. Es fällt mir immer schwerer darüber zu reden oder zu schreiben. Mein Problem: es gibt keine allgemeingültige Definition für diese Ausdrücke.
Nehmen wir doch mal das meistdiskutierte Thema: Beziehungen. Kaum ein Pärchen setzt sich hin und redet VORHER drüber, was es sich vorstellt unter einer Partnerschaft. Das wäre an sich das Klügste, weil die Wahrscheinlichkeit, dass beide eine ganz andere Vorstellung von einer Beziehung haben ziemlich groß ist. So stellt sich der Eine unter einer Beziehung vor, den Partner mit Liebe und Aufmerksamkeit nur so zu überhäufen und der Andere, dass man jetzt halt regelmäßig mit einander schläft und Knutschereien mit der Bardame aus dem Stammclub nach ihrem Feierabend einfach nicht mehr drin sind. Solche Dinge stellen sich aber immer erst im Laufe einer Beziehung raus, wenn die „Verliebtseinsphase“ vorbei ist- und dann endet es meistens mit gebrochenen Herzen.
An sich ist es doch also nur logisch vorher solche Dinge zu klären, nur warum macht es keiner?Richtig, weil es unangenehm ist. Weil man nicht hören mag, dass das klasse Mädchen total klammert. Weil man die Augen davor zumachen will, dass der heiße Kerl emotional verkrüppelt ist, er das deshalb alles nicht so ernst nimmt und dich niemals zu deinen Eltern begleiten wird. Und so verlaufen die meisten Gespräche über Themen wie dieses eben doch gleich: zwei Menschen reden sich den Mund über komplett verschiedene Sachen fusselig und denken das Selbe zu meinen
Es gibt nur zwei Auswege aus diesem „Dilemma“: mehr reden oder mehr schweigen.
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Theater..Wein..Zigaretten..mehr innere Zufriedenheit geht nicht.
Wirklich nicht.


